Wer sucht und was wird gesucht?
Vielleicht findest du Parallelen zu deiner Geschichte und diese Seite lässt bei Dir Resonanz erscheinen.

Zuvor
Früher war ich getrieben etwas erreichen zu wollen. Das was „man“ halt so erreichen sollte damit „man“ glücklich ist. Ich habe dieser Welt und ihren Wegweisern vertraut und war dennoch nie angekommen. Irgendwann hat sich die äußerliche Suche in eine innere Suche gewandelt und das Vertrauen in der eigenen Beurteilung wuchs und wuchs. Wer soll einem da noch was von der Welt erzählen – dem, der so viele Abgründe, Geheimnisse und Weisheiten erblickt hat? Der gemeint hat, er sei endlich Zuhause angekommen – bei mir selbst. Ich war sehr im Reinen mit mir. Aber dennoch war da etwas, was mich weiter hat suchen lassen. Aber wohin sollte es jetzt noch gehen, ich war doch Zuhause? Ja, es war alles leichter und irgendwie erträglicher geworden, aber warum fühlte ich mich noch immer nicht ganz und heil – wo war die erwartete 24std.-Glückseeligkeit? Hm, wieder nicht da! ICH wusste nicht mehr weiter. Mir war es inzwischen egal wann ich die Bühne dieses Leben verlassen sollte. In den bewusstseinserweiternden Erfahrungen, die ich über die letzten Jahre als ein wirkliches Geschenk erfahren durfte, lernte ich loszulassen. Ich hatte fast ausschließlich tolle Erfahrungen, habe mich aber auch vor der Einnahme von Substanzen sehr damit auseinandergesetzt und bin Herzens-Empfehlungen gefolgt. Aber das Leben selbst konnte ich nicht loslassen und es wurde auch nicht ganz, da war immer noch etwas, was ich nicht benennen, greifen konnte. Suizid war gar keine Option – dafür war alles noch zu schön und ich würde ja eh irgendwo wieder aufwachen, war mein Glaube. Ich konnte zu dieser Zeit als Beobachter die Geschehnisse wahrnehmen und habe durch eigene, fokussierte Analyse erkannt, dass alle Gedanken, Gefühle und durch die Sinne wahrgenommenen Dinge von selbst in Erscheinung treten – somit alles von selber geschieht. Für jemanden, der so viel zuvor an dieser Welt auszusetzen hatte, war eine absolute Erleichterung akzeptieren zu können, dass hier niemand tatsächlich schuldig ist, weil sich das Leben so spielt, wie es sich spielt (mit allen Übel und Freuden). Nun war ich reines Gewahrsein, das die niemals endende, göttliche Schöpfung beobachtete und nur noch ab und zu aufpassen musste, dass ich die Welt wirklich so in Ordnung war, wie sie sich zeigt 😉 . Irgendetwas ganz subtiles war da noch immer, denn Satsangs wurden weiter angehört und dadurch wusste ich, dass die Suche noch nicht zu ende war. Was habe ich denn immer noch nicht verstanden oder übersehen? Es schien mir wieder absolut aussichtslos. Und genau das ist es auch – es gibt kein entkommen oder Ende in der Welt des „Ich muss den Schlüssel finden“. Wer sollte entkommen oder finden? Da waren immer noch zwei – ich als Gewahrsein und die Welt. Mit dieser Erkenntnis verstand ich Satsangs, Zitate, Weisheiten, Bücher, Filme nochmal wieder ganz anders. Konnte alle Satsangs, die ich ja sowieso permanent seit fast vier Jahren hörte, nochmal anhören und klar erkennen, dass rein die Resonanz mich schon immer hinzog, wo ich hinschauen sollte. Und alles war scheinbar auch zuvor schon immer offensichtlich. Aber Nichts wird erst gesehen, wenn es gesehen wird.
Hier und Jetzt
Nun landete ich wieder bei den Sprechern, die ich Jahre zuvor langweilig fand bzw. keine Resonanz verspürte, weil ich sie nicht verstand. Genau, wer oder was war denn dieses Ich, das immer verstehen wollte? Der, der sich auf dieser nicht endende Suche befand, nach dem was es gar nicht gibt und somit auch nicht erreicht werden kann – nämlich immer noch nach sich selbst! Ich erkannte, dass diese Worte bereits 1000x zuvor gehört wurden, aber immer wieder in Vergessenheit geraten sind bzw. nicht zu merken waren. Irgendwann war dennoch etwas anders – trotz noch andauernde Trauer um meinen verstorbenen Hund und das was auf der Weltenbühne zu sehen war. Das ICH kleidet sich immer wieder neu mit den unauffälligsten, subtilsten Gewändern, nur um immer irgendetwas zusätzliches zu sein. Hier ging es nie um Sein, hier geht es um Nicht-Sein! Es bedarf überhaupt niemanden extra zu dem was bereits in Erscheinung getreten ist. Auch keinen Beobachter oder Gewahrsein. Das ist die Fiktion nach der sonst wieder gesucht wird, weil eine Trennung existiert. Auch ich habe oft gesagt: „Ja, aber ich bin doch alles“. Wie soll es ganz sein, wenn zu dem Wahrgenommenen ein Wahrnehmender besteht. Ja, eine Fiktion kann nicht widerlegt werden, aber sie kann von selbst irgendwann wegfallen. Niemand sagt hier, dass etwas bestimmtes dazu führen wird. Wenn niemand außerhalb existiert, als das was erscheint, dann ist auch niemand da der etwas tun könnte, damit dieser Niemand wegfällt. Deshalb wird es auch nicht wirklich bemerkt. Wie soll Niemand wegfallen? Es kann niemand wegfallen und wird auch niemand wegfallen! YYEESSSSS! Es fehlt Niemand indem was bereits ist und somit ist es auch schon mit Illusion zu 100% perfekt. Ein Perpetuum Mobile, das niemals begonnen hat und niemals endet, weil es ist und nicht ist zugleich und damit Nicht2.
Puh, da haben wir aber scheinbar nochmal Glück gehabt, hm?